Unfall in Österreich

Verkehrsunfall in Österreich

 

Waren Sie schon einmal in der Lage und hatten mit dem Auto einen Verkehrsunfall in Österreich? Durch den Unfall im Staat Österreich entstehen Ihnen Ersatzansprüche, wie zum Beispiel Schadensersatz und/oder Schmerzensgeld, und Sie wollen diese nun auch gegenüber dem österreichischen Verkehrsteilnehmer beziehungsweise gegenüber dessen Versicherung geltend machen, dann sollten Sie einiges beachten.

Unfall in Österreich

Achtung! Vor allem nach einem Verkehrsunfall im Land Österreich gibt es einige gesetzliche Besonderheiten und eine Fülle an Fallstricken. In der Regel versuchen die österreichischen Versicherungen bei Streitigkeiten zuerst eine Lösung ohne Gericht zu finden.

Treten Sie in so einem Fall energisch auf, da sie damit oftmals mehr erreichen und dem Schaden angemessen entschädigt werden. Bei einer außergerichtlichen Einigung werden Sie mit einem minimalen Betrag abgespeist. Aus diesem Grund lohnt es sich einen kompetenten Rechtsanwalt zu beauftragen, der mit der Regulierung des Unfalls nach österreichischem Recht vertraut ist und Ihre Interessen und Ansprüche korrekt und sachgemäß vertreten kann.

Ein Rechtsanwalt hilft

Rechtsanwälte helfen Ihnen in solchen Situationen und stehen Ihnen  in ganz Deutschland kompetent mit aktuellem Fachwissen zur Seite, wenn es sich um eine Schadensregulierung nach einem Verkehrsunfall in Österreich handelt. Ihre sich aus dem Unfall ergebenden Ansprüche auf Schadenersatz setzen Sie für Sie konsequent gegenüber dem österreichischen Unfallverursacher beziehungsweise gegenüber dessen Versicherung durch.

Wer ersetzt die Schäden bei einem Unfall in Österreich?

Sind Sie in der Situation, dass Sie einen Verkehrsunfall im Staat Österreich hatten, müssen Sie die anfallenden Ansprüche an Schadensersatz / Schmerzensgeld immer zuerst an den österreichischen Verkehrsteilnehmer beziehungsweise an dessen österreichische Haftpflichtversicherung richten.

Doch um dies zu tun, muss erst einmal der Anspruchsgegner ausfindig gemacht werden. Damit Sie für den durch den Unfall in Österreich entstandenen Schaden einen Ersatz erhalten, können Sie auf zweierlei Wege vorgehen.

Die eine Möglichkeit besteht darin, direkt der österreichischen Haftpflichtversicherung gegenüber den schaden anzuzeigen. Dies geschieht mittels Einschreiben mit Rückschein, sowie mit einem Schadensbeleg in Kopie. Die andere Möglichkeit den Schadensersatz geltend zu machen besteht darin, dies über einen in Deutschland sitzenden Beauftragten zu tun.

Jede Autoversicherung in Österreich muss einen Regulierungsbeauftragten in Deutschland benennen, der die Schadensersatzansprüche und die Ansprüche für Schmerzensgeld aufnimmt und bei dem diese geltend gemacht werden können.

Recherche für die Schadenregulierung ist unerlässlich

Um herauszufinden, welche österreichische Versicherung oder welcher Beauftragte der Schadenregulierung der österreichischen Versicherung für die Schadensregulierung zuständig ist, ist in den meisten Fällen ein wenig Recherche erforderlich.

Waren Sie allerdings in der Lage und konnten zum Beispiel das Auto-Kennzeichen des österreichischen Lenkers notieren, wird in der Regel darüber die österreichische Versicherung herausgefunden, wie auch deren Schadenregulierungsbeauftragte.

Dann haben Sie die Möglichkeit Ihre Ansprüche an Schadensersatz und eventuelle Ansprüche auf Schmerzensgeld vorzutragen und geltend zu machen.

Die österreichische Versicherung und auch der in Deutschland Beauftragte der Schadenregulierung sind verpflichtet den entsprechenden Fall innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe der Schadensanmeldung zu bearbeiten.

Darüber hinaus sind sowohl die österreichische Versicherung und der in Deutschland ansässige Schadenbeauftragte in dieser Zeit dazu verpflichtet, mindestens eine begründete Antwort zu senden, falls die Abwicklung des Unfalls noch nicht geschehen ist.

Verkehrsunfall in Österreich – Welche Schäden werden ersetzt?

Hatten Sie einen Verkehrsunfall in Österreich und wollen alle Schadenersatzansprüche vollständig durchsetzen, müssen Sie Informationen darüber haben, wer der Anspruchsgegner ist. Darüber hinaus müssen Sie sich exakt informieren und beraten lassen, welche Ansprüche Sie erfolgreich geltend machen können.

Ist der Verkehrsunfall mit dem einheimischen Unfallgegner im Land Österreich passiert, wird in der Regel auch das österreichische Verkehrsrecht angewendet.

Das deutsche, wie auch das österreichische Recht auf Schadenersatz besitzen enorme Ähnlichkeiten, und auch die Grundlagen auf Anspruch auf Schadensersatz nach einem Unfall mit dem PKW sind beinahe in beiden Ländern gleich.

Der Unterschied besteht allerdings darin, dass es im jeweiligen Recht für Schadensersatz sehr darauf ankommt, was die Rechtsprechung als angemessenen Ausgleich empfindet und akzeptiert.

Im österreichischen Schadensersatzrecht wird anders als im deutschen Recht für Schadenersatz keine Entschädigung gezahlt, wenn es sich um einen Nutzungsausfall des beschädigten Fahrzeugs handelt.

Die folgenden Ansprüche können geltend gemacht werden, wenn es sich um einen unverschuldeten Verkehrsunfall in Österreich handelt:

– Anfallende Reparaturkosten: Entstehen Kosten für die Reparatur des Autos, welches bei dem Unfall beschädigt wurde, wird der Schaden mit Hilfe eines Gutachtens eines Sachverständiger  reguliert. Die Rechnung der Reparatur oder ein Kostenvoranschlag werden übernommen und bezahlt.

Vor allem bei größeren Unfallschäden, die unter einen Betrag ab etwa Tausend Euro aufwärts fallen, ist die Inanspruchnahme eines Gutachters sehr sinnvoll.

– Kosten für einen Mietwagen: Die Rechtsprechung in Österreich erlaubt zudem, dass der Geschädigte des Unfalls eine Kostenerstattung für einen Mietwagen geltend machen kann.

Die Spesen, die für die Nutzung des Mietwagens entstehen, werden solange übernommen, bis der Unfallwagen wieder vollständig repariert ist. Dabei gilt allerdings eine maximale Grenze von etwa zwei bis drei Wochen.

Handelt es sich nach dem Verkehrsunfall im Staat Österreich allerdings um einen Totalschaden, werden die Kosten für einen Mietwagen so lange bezahlt, wie die Wiederbeschaffungszeit dauert.

– Kosten für den Sachverständiger: Selbstverständlich arbeitet ein Sachverständiger nicht kostenlos und die kostenpflichtige Begutachtung des verunfallten Fahrzeuges ist notwendig um den Schaden regulieren zu können. Diese anfallenden Kosten für den Sachverständiger werden ebenfalls von der österreichischen Versicherung übernommen und erstattet.

– Die Wertminderung geltend machen: Nach einem Verkehrsunfall im Land Österreich ist der PKW ein Unfallfahrzeug, da er trotz sorgfältiger und fachgerechter Reparatur im Wert deutlich gemindert ist. In Deutschland zahlen die Versicherungen für diese Wertminderung einen Ersatz.

Ebenfalls im österreichischen Verkehrsrecht ist es vorgesehen, eine kann eine Wertminderung geltend zu machen. Dabei gilt es zu beachten, dass diese nur dann gezahlt wird, wenn die Schäden an einem bis zu zweieinhalbjährigen PKW mit geringer Kilometerleistung geschehen sind.

Darüber hinaus darf das Fahrzeug keine Vorschäden aufweisen und muss aus „erster Hand“ gekauft worden sein.

– Übernahme der Abschleppkosten: Die Abschleppkosten für den verunfallten Wagen werden inklusive Standgebühren und auch inklusive Unterstellgebühren übernommen, Dafür müssen Sie der österreichischen Versicherung die entsprechenden Belege vorlegen, damit diese die Kosten erstatten kann. Achten Sie darauf, dass nur die Kosten bis zur nächsten in der nahe befindlichen Werkstatt übernommen werden.

– Anspruch auf Schmerzensgeld: Das Verkehrsrecht in Österreich bezahlt nach einem Verkehrsunfall auch Schmerzensgeld bei körperlichen Schäden, die dadurch entstanden sind. Um diesen Anspruch ordnungsgemäß geltend zu machen, ist es der übliche Vorgang die entsprechenden Arztberichte vorzulegen, welche die Körperschäden anschaulich beweisen.

In welcher Höhe das Schmerzensgeld bezahlt wird, ergibt sich aus der Dauer und der Art der entstanden und vorhandenen Verletzungen. Diese und weitere Schadensersatzansprüche  setzen wir Anwälte für Sie gegenüber der österreichischen Versicherung fachgerecht durch.

Verkehrsunfall in Österreich: Wer übernimmt die Kosten für den Rechtsanwalt?

Sind Sie Opfer eines unverschuldeten Verkehrsunfalls in Österreich, ist es ratsam die Hilfe eines Rechtsanwaltes in Anspruch zu nehmen.

Der österreichische Verkehrsteilnehmer beziehungsweise dessen österreichische Versicherung sind in der Regel dazu verpflichtet, Ihre Rechtsanwaltskosten als Unfallgeschädigte Person zu übernehmen und zu bezahlen.
Oftmals wird ein Pauschalbetrag für die Anwaltskosten erstattet.

Die Höhe der Pauschale richtet sich allerdings nach der Höhe des jeweiligen Schadens. Sind die Kosten umfangreicher, wird die Erstattung mittels gerichtlicher Geltendmachung erzielt.

Der Geschädigte bei dem Unfall ist abhängig vom Einzelfall auch über die eigene deutsche Rechtsschutzversicherung, die über einen Verkehrsrechtsschutz verfügt, abgesichert.

Selbst dann, wenn der Verkehrsunfall im Ausland erfolgt ist, muss diese Rechtsschutzversicherung für die Kosten des Anwalts aufkommen, wenn diese anhand der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen ausgelöst worden ist.

Verkehrsunfall in Österreich: Richtiges Verhalten am Unfallort

Bei einem Verkehrsunfall im Staat Österreich müssen alle am Unfall beteiligten sofort anhalten und die nächste Polizeidienststelle muss verständigt werden.

Die Unfallstelle muss abgesichert werden und die Unfallbeteiligten haben eine Mitwirkungspflicht, um den Unfallhergang festzustellen.

Handelt es sich bei dem Unfall allerdings nur um einen Sachschaden, muss die Polizei nicht unbedingt verständigt werden, wenn alle am Unfall beteiligten gegenseitig Name und Anschrift nachweisbar austauschen.

Bei der Verständigung der Polizei ohne vorliegenden Personenschaden, muss diejenige Person, welche die Polizei anfordert, eine „Blaulichtsteuer” bezahlen. Diese wird bei einem Verschulden des Unfallgegners von dessen Haftpflichtversicherung übernommen.

Bei einem Schaden mit Personen muss sofort Erste Hilfe geleistet werden oder alternativ Hilfe geholt werden.

Wichtige Hinweise bei einem Verkehrsunfall in Österreich

Haltet ein Lenker eines Fahrzeugs als Unfallbeteiligter nicht an und leistet keine Hilfe beziehungsweise holt keine Hilfe, begeht dieser eine Straftat. Ebenfalls die Unterlassung die nächste Polizeiwache zu verständigen, ist eine Verwaltungsübertretung.

Fahrerflucht zum Beispiel wird abhängig von der Schwere der Schuld mit einer Geldstrafe von zwischen 40 und 2500 Euro geahndet.

Bei Verkehrsunfällen mit einem Personenschaden liegt ein gerichtlich strafbarer Verstoß vor, der mit einer Strafanzeige wegen Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung enden kann.

Ebenfalls Zeugen beziehungsweise Personen, welche die Folgen des Unfalls sehen und keine Hilfe leisten, können wegen Unterlassung der Hilfeleistung angeklagt werden.

Worauf ist noch zu achten?

Die Unfallbeteiligten müssen in jedem Fall darauf achten, dass wichtige Punkte, wie beispielsweise Verletzungen, sowie Bremsspuren, und die Unfallposition der Fahrzeuge und Namen und Adresse von Zeugen notiert werden.

Dafür empfiehlt es sich vor Ort den europäischen Unfallbericht auszufüllen und diesen von allen am Unfall Beteiligten mit einer Unterschrift zu versehen.

Ist dieses Formular nicht vorhanden, sollten immer folgende Daten festgehalten werden:

+Namen und Adressen der am Unfall beteiligten
+Namen und Adressen von Zeugen
+Haftpflichtversicherungsunternehmen
+Versicherungsnummer der Polizze

Bei Verkehrsunfällen außerhalb der EU müssen die Ansprüche direkt bei der ausländischen Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden.

 

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