Gutachter soll den tödlichen Fahrradunfall ermitteln

Radfahrer sind im Verkehr immer in Gefahr. Ende Juni starben zwei alte Radfahrer, sie wurden von einer 64-jährigen Autofahrerin überfahren. Statistiken zeigen, dass Radfahrer sich eher als Opfer verletzen. Gutachter ermittelt den tödlichen Unfall.

 

Radfahren ist weiterhin ein beliebtestes Hobby, obwohl es auch nicht ungefährlich ist. Eine Studie von Reuters vor zwei Jahren betonte die Verantwortlichkeit der Autofahrer, aber auch Radfahrer sind nicht ganz unschuldig: 42 Prozent aller schweren Unfälle wurden vom Radfahrer verursacht. Falsche Straßenbenutzung, falschen Abbiegen und Vorfahrtmissachtung waren die häufigsten Gründe, aber natürlich auch Alkohol und Drogen spielten bei Fahrradunfällen eine wichtige Rolle. In 2009 wurden insgesamt 82.520 Radfahrer verletzt – Laut Statistiken ist 1,3% dieser Unfälle tödlich.

 

23 Getötete im Kölner Raum
Die Polizei Köln veröffentlichte eine Statistik, die über die Fahrradunfälle der letzten 12 Jahre berichtet. Obwohl die Zahl der tödlichen Unfälle seit dem Jahr 2000 sich halbierte, muss die Polizei ständig und unverändert mit rund 11.000-12.000 Unfälle pro Jahr rechnen. Die Kölner Polizei untermauert die Reuters-Aussage: Radfahrer verursachen um etwa 10 Prozent weniger Unfälle, sie werden eher unverschuldet überfahren bzw. verletzt.

 

Gutachter ermittelt den Todesunfall an der Mosel
Zwei holländische Radfahrer wurden im Rheinland-Pfalz getötet. Die Gruppe aus den Niederlanden machte eine Tour, als sie in der Nähe von Cochem von einer 64-jährigen alten Pkw-Fahrerin überfahren wurde. Die Staatsanwaltschaft will die Unfallfrage bzw. den Unfallschuld klären, deshalb hatte sie einen Gutachter beauftragt, der nach Antworten forscht.
Die Gruppe bestand aus alten Touristen: Zwei Männer, ein 66-jähriger und ein 77-jähriger Mann wurden getötet, die anderen blieben zum Glück unverletzt. Auch die Ehefrauen der beiden Unverletzten waren in der Gruppe, sie verletzten sich körperlich auch nicht.
Laut der ersten Berichte verkehrten die Radfahrer regelrecht. Die Polizei denkt, dass der Autofahrerin plötzlich übel geworden sei, deshalb raste sie in die Radfahrergruppe. Dieses Unglück untermauert die statistischen Aussagen: wiedermal ein Unfall, die nicht von Radfahrern verursacht wurde. Allerdings muss man noch das Gutachten abwarten.

 

Quelle: http://www.velo2010.de/