5000 Euro Kopfgeld gegen Unfallverursacher?

Ein trauender Vater aus Dessau kann das von der Polizei erstellte Gutachten und die Einstellung des Ermittlungsverfahrens nicht akzeptieren. Der Vater behauptet, dass sein Sohn von einem anderen Verkehrsteilnehmer getötet wurde. Er forscht alleine weiter.

 

Ein Vater aus Dessau verlor seinen Sohn letzten August, als der Junge auf der A9 bei Brehna in einer Kurve mit seinem Motorrad stürzte und mit der Leitplanke kollidierte. Der Tank des Motorrads konnte nicht standhalten und das ausfließende Benzin detonierte das Fahrzeug. Der 20-jährige Junge starb bei der Explosion sofort. Er wollte seine Eltern besuchen und war von Halle nach Dessau unterwegs. Er konnte sein Ziel nicht erreichen, laut dem Vater, nicht aus Versehen: sein Sohn wurde von einem anderen Verkehrsteilnehmer getötet.

 

Die Polizei stellte das Ermittlungsverfahren ein
Die offiziellen Untersuchungen wurden schon lange eingestellt, aber der Vater ist überhaupt nicht zufrieden. Die Gutachter der Haller Polizei schließen ein Fremdverschulden aus und sind davon überzeugt, dass der Junge einfach die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Der Vater behauptet, dass sein Sohn nicht nur die Strecke kannte, sondern auch ein Fahrer mit Rücksichtsame war. Er kann sich nicht vorstellen, dass der Junge einen tödlichen Fehler begangen hatte.
Auch die Spuren einer Gefahrenbremsung am Ort machen das von der Polizei erstellten Gutachten fraglich. Der 65-jährige Vater ist davon überzeugt, dass sein Sohn von einem Pkw oder ein Laster ausgebremst wurde und der Täter den Unfallort sofort verlassen hatte.

 

Unfallgutachten auf eigene Kosten
Der Vater spürt weiter, auf eigene Kosten. Er beauftragte einen Anwalt und einen Kfz-Gutachter bzw. Sachverständigen. Das neutrale Ergebnis spricht für den Vater: der Junge fuhr mit einer Geschwindigkeit von 80-100 km/h und er musste wegen eines noch nicht geklärten Grundes stark bremsen.
Der Trauende geht weiter: 5000 Euro bekommt, wer Informationen über den Unfall hat und bei der Ermittlung helfen kann. Der Vater will unbedingt wissen, warum sein Sohn sterben musste.

Achtköpfige Familie verletzte sich leicht bei einem Kleinbus-Unfall auf der A66

In der Nähe von Fulda auf der A66 erlitt eine Familie mit zwei Erwachsenen und sechs Kindern einen äußerst schweren Unfall mit ihrem Kleinbus. Trotz des Schleuderns verletzte sich niemand schwer. Dennoch wurde die Familie ins Krankenhaus transportiert.

 

Bremsprobleme oder Fahrerschuld? Gutachter sucht die Antwort

Wie sicher moderne Autos sind, zeigt uns das nächste Beispiel. Der Kleinbus mit zwei Erwachsenen (Vater und Mutter) und sechs Kindern wollte nach Fulda und war auf der A66 Unterwegs. Bei Neuhof verlor der Fahrer die Kontrolle über den Bus, kam ins Schleudern und flog in den Straßengraben. Laut der Fotodokumentation landete das Fahrzeug auf die rechte Seite.

Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Kfz-Unfallgutachter, der die Umstände des Unfalls ermitteln soll. Nach Angaben der Polizei könnte der Vater, der den Kleinbus gefahren hat, verantwortlich sein. Die Straße war nass, trotzdem fuhr er zu schnell – gerade bevor er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Bus verließ die Autobahn in einer Kurve, drehte sich mehrmals und kollidierte mit der Leitplanke in der Mitte; Er wurde vom Straßengraben gestoppt.
 

Es gab Probleme mit den Bremsen, so der Fahrer. Ob der Vater Recht hat, weiß man noch nicht, aber technische Probleme sind nicht immer auszuschließen. Nach der Unfallanalyse kann die Frage vom Gutachter bestimmt geklärt werden.

 

Leichte Verletzungen

Andere Verkehrsteilnehmer stoppten sofort um der Familie zu helfen. Überraschend und zum Glück verletzte sich die ganze Familie nur leicht, obwohl auch ein 5 Monate altes Kind im Bus war. Mehrere Rettungswagen halfen bei dem Unglück, die Familie wurde sofort ins Krankenhaus transportiert. Wie gesagt: Die Familie ist mit Prellungen davongekommen.
 

Trotz der geringeren Verletzungen und des relativ kleinen Schadens wurde die Fahrbahn ein paar Stunden lang gesperrt. Die Autos stauten sich über mehrere Kilometer. Der Unfall passierte gerade bei einem Ausbau-Ende, auch deshalb konnte der Verkehr nicht weiter

Anschnallen im Reisebus ist Pflicht!

Viele wissen es nicht, aber das Anschnallen im Reisebus ist eine Pflicht für die Reisenden. Wer auf das Angurten (bewusst oder unbewusst) verzichtet und der Bus einen Unfall hat, bekommt nur ein Teil seines Schmerzensgeldes. Die Versicherungen sind berechtigt, hohe Abzüge zu machen, wenn der Fahrgast nicht genug vorsichtig ist. Dabei sind auch Busunternehmen verantwortlich, weil sie die Gurte in den meisten Fällen gut verstecken.

 

Gurte verstecken und bequemer fahren
Warum versteckt ein Busunternehmen die Gurte? Ganz einfach: ein Gurt ist gar nicht bequem, besonders wenn man bei einer langen Reise teilnimmt. Wenn der Gurt nicht zu sehen ist, verzichtet der Fahrgast auf das Anschnallen und genießt die Fahrt besser. Aber dies kann schwere Folgen haben: Michael Weber, Kfz-Sachverständiger und Gutachter des Instituts für Unfallanalysen in Hamburg betont, dass die Verletzungsgefahr ohne Gurt viel höher sei. Er bestätigt seine Aussagen mit Crashtests und einigen schweren Busunfällen in der nähen Vergangenheit.

 

Gurtpflicht in Europa
Auch hier gilt: Obwohl man die (Verkehrs)rechte nicht kennt, wird er von der Verantwortung nicht befreit. Wenn jemand (ganz egal ob bewusst oder unbewusst) auf das Anschnallen verzichtet, muss damit rechnen, dass er sein Schmerzensgeld nicht oder nur teilweise bekommt. Versicherungen haben das Recht, hohe Abzüge zu machen – so der Verkehrsanwalt Michael Burman. Wenn der Fahrgast nicht genug vorsichtig ist und um seine Sicherheit nicht kümmert, warum sollte die Versicherung ihn erstatten? Begründete Frage. So gilt diese Regelung in ganz Europa, aber viele kennen sie nicht.

 

Schon „Beinahe-Unfälle“ sind gefährlich
Man muss nicht unbedingt einen Unfall erleiden, um sich schwer zu verletzen. Beinahe-Unfälle mit starkem Bremsen oder plötzlichem Ausweichen sind auch sehr gefährlich, besonders für Personen, die während der Fahrt im Bus stehen. Deshalb darf man für lange Reisen keine Tickets für Stehplätze verkaufen und es ist auch nicht empfohlen, während der Fahrt im Bus hin und her zu verkehren. Ältere Menschen sind während dieser Busreisen (und nicht nur bei Fernreisen sondern auch in Linienbussen) besonders gefährdet, sie sollen sich unbedingt anschnallen.

 

Daimler Testwagen wieder Schrott

Daimler hatte in den vergangenen vier-fünf Wochen kein Glück. Innerhalb diesen Zeitraumes kollidierten zwei Daimler-Testfahrzeuge: Bei dem ersten Fall in Mai war der Fahrer – laut Gutachter – verantwortlich. Ende Juni, bei der zweiten Kollision ist die Verantwortung des Testfahrers nicht eindeutig. Daimler Pressesprecher Claws Tohsche spricht über „Handwerkzeuge“ und betont, dass die beiden Fahrzeuge ihre Funktion längst erfüllt hatten.Unfall auf der A8 Ein ganz alltäglicher Unfall zwischen zwei Lkws wurde von der Polizei am 25.06.2012. ermittelt. Der vorne verkehrende slowakische Lkw fuhr auf ein Berg zu langsam und der nachfolgende Daimler-Lkw fuhr auf ihn drauf.

Laut Gutachter geht es hier um einen typischen Auffahrunfall, der in dem Aichelberg typisch ist. Der slowakische Lkw fuhr mit Tempo 30, also wirklich sehr langsam, aber es gab an der Stelle keine Mindestgeschwindigkeit. Der Daimler-Testfahrer bemerkte den langsam fahrenden Sattelzug spät und kollidierte mit ihm. Deshalb sind Sachverständigen davon nicht überzeugt, dass der Daimler-Fahrer für den Unfall verantwortlich ist, da er nicht besonders schnell unterwegs war. Die genaue Geschwindigkeit ist noch nicht bekannt, sie wird von Gutachtern durch das Tachoblatt ermittelt.Nur „Handwerkszeuge“Daimler Pressesprecher Claws Tohsche betonte, dass dieser Unfall – und auch der andere Ende Mai – keine Tragödie sei, da der Test-Sattelzug seine Funktion schon längst erfüllt hatte.

Laut ihm sind Testautos für Daimler nur „Handwerkzeuge“, obwohl der Sachschaden eine Summe über 150.000 Euro beträgt. Aber die Folgen waren schwerer, als Tohsche behauptet. Mehr als 200 Liter Diesel floss auf die Autobahn und der slowakische Sattelzug wurde auch zerstört. Zwar konnte er weiterfahren, aber Gutachter rechnen mit einem Sachschaden von 20.000 Euro. Die Feuerwehr war stundenlang tätig, die Fahrspuren wurden gesperrt, deshalb musste man mit einem verhältnismäßig kleinen Stau rechnen.Bei dem anderen Unfall Ende Mai verletzte sich eine Mutter und ihre Tochter schwer. Laut der Unfallermittlung von Gutachtern bzw. Sachverständigen war der Testfahrer für den Unfall verantwortlich. Trotzdem denkt der Pressesprecher, dass die Daimler-Fahrer immer vorsichtig fahren und diese Unfälle nur Zufälle sind.

Fahranfängerin verursachte Verkehrsunfall

Pkw gegen Lkw. Das erleben wir häufig. Diesmal verursachte eine 18-jährige Fahranfängerin einen Unfall, wobei nicht nur sie, sondern auch ihre Iansassen schwer verletzt wurden. Der Fahrer des Sattelzuges erlitt nur leichte Verletzungen. Laut Gutachter wurde der Unfall wegen überhöhter Geschwindigkeit verursacht. Die Fahrerin verfügte über ihren Führerschein erst seit einem Monat.

 

Gutachter: Überhöhte Geschwindigkeit könnte der Grund sein
Wieder kollidierte ein Pkw mit einem Lastkraftwagen, diesmal in Rieblingen. Das Auto wurde von einer 18-jährigen Frau gefahren, die ihren Führerschein erst vor einem Monat erhalten hatte. Laut Gutachter spielte die wenige Erfahrung der Frau beim Unfall die wichtigste Rolle: sie ist zu schnell gefahren, als die Reifen des Autos gegen eine Verkehrsinsel schnappten. Das Fahrzeug kam ins Schleudern, kollidierte mit der Leitplanke und letzendlich mit dem ordnungsgemäß verkehrenden Sattelzug. Der Lkw erfasste das Auto der Frau frontal. Die anderen Autos konnten den Unfall vermeiden, insgesamt vier Menschen wurden bei diesem Unglück beteiligt: ein 14-jähriges Mädchen und zwei 18-jährige Frau (alle drei im Pkw) und der 55-jährige Fahrer des Sattelzuges.

 

Die jungen Frauen verletzten sich schwer
Besonders die drei Frauen verletzten sich schwer, der Lkw Fahrer wurde nur leicht verletzt. Das 14-jährige Mädchen wurde so schwer verunglückt, dass es sofort nach Ulm geflogen werden musste. Es ist nicht mehr in Lebensgefahr, aber es blieb im Krankenhaus unter Beobachtung. Die Fahrerin und ihre andere Insasse wurden auch schwer verletzt, die Rettungsdienste transportierten sie ins Krankenhaus von Wertingen.

 

Unfallgutachter vor Ort
Natürlich wurde auch ein Unfallgutachter miteinbezogen. Obwohl die Umstände des Unfalls eigentlich bereits von der Polizei geklärt wurden, untersuchte der Sachverständige nicht nur den Unfallablauf sondern auch den entstandenen Schaden an beiden Fahrzeugen. Am Pkw entstand ein Totalschaden von 5.000 Euro, der Lkw-Fahrer muss mit einem Sachschaden in der Höhe von 10.000 Euro rechnen.
Wie bei solchen Unfällen, musste die Bundesstraße für ein paar Stunden gesperrt werden, aber nach schneller Arbeit der Rettungsdienste konnte der Verkehr störungsfrei weiterfahren.

 

Auto ist kein Statussymbol mehr?

Die Grünen kämpfen um die Zukunft des Verkehrs, deshalb bevorzugt die Partei Radfahren und Spaziergänge gegenüber dem Autoverkehr. Massenverkehr, besonders Busse und Bahnen genießen auch die Unterstützung der Grünen. Laut der Partei sollte das Auto kein Statussymbol mehr sein und sie denken, dass junge Menschen auch diese Tendenz folgen werden.

 

Energie und Umweltschutz – zwei Begriffe, die immer auftauchen, wenn es um die Zukunft des Verkehrs geht. Die Grünen nehmen das Thema ernst und unterstützen nicht nur den Rad- und Fußgängerverkehr, sondern auch die Busse und die Bahnen. Besonders in Hessen bemüht man sich um einen Plan, der für eine bessere Zukunft des Verkehrswesens sorgt. Karin Müller, Abgeordnete der Grünen denkt, dass das Auto nicht mehr als Statussymbol gilt und die Tendenzen zeigen, dass junge Menschen auch so denken. Immer mehr Verkehrende bevorzugen den Massenverkehr und wählen lieber den Bus oder die Bahn. Der moderne Massenverkehr ist innerhalb der Stadt gar nicht langsamer oder unbequemer, dagegen viel günstiger und umweltfreundlicher als das Auto. Die Grünen unterstützen auch die Konzeption von Sammeltaxis und Bürgerbusse.
Das Ziel ist ganz eindeutig: Die Grünen wollen die CO2-Produktion vermindern, um 30 Prozent innerhalb von 8 Jahren. Besonders Hessen ist ein „CO2-Bundesland“, die Abgasproduktion liegt weit über den deutschen Durchschnitt. Dabei spielen der Flughafen in Frankfurt und der Rhein-Main Wirtschaftsregion eine wichtige Rolle; auch deshalb planen die Grünen die Besteuerung des Kerosins, da 17% der CO2 Produktion vom Flugverkehr produziert wird.

 

CDU: Land der Fußgänger und Radfahrer? Auf keinen Fall!
Obwohl die Bestrebungen der Grünen ganz logisch und respektierend sind, es gibt Stimme, die diese Ziele ablehnen, oder zumindest eine andere Alternative suchen. CDU ist an der Meinung, dass Hessen mit den Plänen der Grünen an seiner Mobilität verliere. Man kann auf das Auto einfach nicht verzichten und Hessen darf auf keinen Fall ein Land der Fußgänger und Radfahrer werden! Auch SPD bezweifelt die Vorstellungen der Grünen, während die Linke die Mobilität ohne Autos auch vorstellen kann.

 

Dekra: Autobahnbaustellen sind gefährlich

Baustellen auf den Autobahnen bedeuten immer eine Gefahr. Auch Autofahrer fürchten sich vor Autobahnbaustellen. Nach dem aktuellen Crash-Test in der Schweiz möchte Dekra mehr Rüttelstreifen, Anpralldämpfer, mobile Leiteinrichtungen und regelmäßige Prüfung.

 

Nach den aktuellen Crash-Tests in der Schweiz ist die Dekra mit den deutschen Verhältnissen gar nicht zufrieden. Besonders beunruhigend sind die Autobahnbaustellen und die Unaufmerksamkeit der Autofahrer. Überhöhte Geschwindigkeit, zu nahes Aufschließen, alkoholischer Einfluss und Unaufmerksamkeit sind weiterhin die primären Verursacher von Autobahnunfällen. Dies bedeutet aber nicht, dass Autobahnen gefährlicher als Landstraßen oder Innerorts sind. Statistisch gesehen ist eine Autobahnstrecke viel sicherer als andere Verkehrsmöglichkeiten. Trotzdem denkt Dekra, dass die Autobahnstellen das Unfallrisiko unheimlich erhöhen und diese Stellen doch viel gefährlicher als Landstraßen bzw. der Stadtverkehr sind. Auch Autofahrer teilen diese Meinung: Laut einer Dekra-Anfrage vor 3 Jahren fühlen sich Autofahrer an Baustellen nicht sicher. 46 Prozent aller Fahrer denken, dass eine solche Baustelle gefährlich ist, 17 Prozent fürchtet sich sogar vor der Einfahrt. Die Statistiken untermauern diese Angst: 7 Prozent aller Autobahnunfälle passieren an Autobahnbaustellen.

 

Mehr Anpralldämpfer und Rüttelstreifen
Dekra möchte das schweizerische Muster folgen und mehr Anpralldämpfer bzw. Rüttelstreifen auf den deutschen Autobahnen sehen. Laut Jörg Ahlgrimm, Sachverständiger und Unfallanalyser von Dekra erfüllen Anpralldämpfer an Signalwänden eine lebensrettende Funktion. Sie sind in der Schweiz im Gebrauch, in Deutschland benutzt man Anpralldämpfer weniger. Man könnte damit die unaufmerksamen Autofahrer schützen. Gegen Unaufmerksamkeit können auch Rüttelstreifen nützlich sein: Dank dieser Streifen können Fahrer mit weniger Aufmerksamkeit gewarnt werden um einen möglichen Unfall zu vermeiden.

 

Verantwortung der Baufirmen sind auch groß
Ahlgrimm sind mit den Überleitungen auf die Gegenfahrbahn und den Einfahrten in der Baustelle auch nicht zufrieden. Hier betont er die Verantwortung der Baufirmen – Laut ihm sollten die Unternehmen besser aufpassen und die Fahrbahnmarkierungen regelmäßiger prüfen. Die Fahrbahnen sollten mit mobilen Leiteinrichtungen getrennt werden. Dies ist auch deshalb ganz wichtig, weil die deutsche Infrastruktur sich ständig entwickelt: Derzeit gibt es mehr als 400 Baustellen im ganzen Land, die meisten sind mehr als 20 Kilometer lang, aber es gibt auch 45 Kilometer langen Autobahnbaustellen.
Vorsicht beim Fahren!

 

Wieder ein Unfall mit Dienstwagen

Auch Blaulicht und Martinshorn sind nicht genug um Unfälle mit Dienstautos zu vermeiden. Nach dem tragischen Unfall zwischen einem Linienbus und einem Löschfahrzeug letzten Sommer, krachte diesmal ein Rettungswagen mit einem Pkw. Alle Insassen blieben unverletzt, aber die Zeichen sind eindeutig: Man muss die Autofahrer auf solche Situationen vorbereiten und auch Fahrer der Dienstwagen müssen vorsichtiger fahren.

 

Traurig, wenn ein Rettungswagen einen Unfall hat und der bereits verletzte Kranke noch weitere Verletzungen erleidet. Diesmal hatten alle Glück, niemand hat sich bei einem äußerst spektakulären aber leichten Unfall verletzt. Der Heidenheimer Rettungsdienst transportierte eine 90-jährige alte Dame ins Krankenhaus. Sowohl das Blaulicht als auch das Martinshorn waren angeschaltet, das Auto verkehrte mit Sondersignal. Trotzdem bemerkte ein 18-jähriger Autofahrer den Rettungswagen nicht und wollte die Kreuzung – bei grüner Ampel – überqueren. Der Rettungswagen kam mit vollem Tempo und krachte in den Pkw.
Der Rettungswagen kam ins Schleudern und kollidierte mit einer Ampel und einen Laternenmast. Der dahinter kommende andere Rettungswagen konnte rechtzeitig bremsen und auch die Insassen des verunglückten Dienstautos blieben unverletzt. Auch die 90-jährige Dame, die man ins Krankenhaus bringen wollte. Mit einem Ersatzfahrzeug konnten die Sanitären, der Notarzt und die alte Dame ihre Reise fortsetzen. Auch die zwei Insassen und der Fahrer des Personalkraftwagens konnten das Auto unverletzt verlassen.

 

Rote Ampel, rasender Rettungswagen
Fast ganz genau vor einem Jahr kollidierte ein Löschfahrzeug mit einem Linienbus, wobei das mit ebenfalls Blaulicht und Martinshorn (sehr schnell) verkehrende Feuerwehrauto die rote Ampel übersah und in den Bus krachte. Zwei Insassen verunglückten tödlich. Laut Gutachter war der Fahrer des Löschfahrzeuges verantwortlich obwohl Dienstautos über gewisse Sonderrechte verfügen.
Auch bei diesem Unfall in Heidenheim wollte der Fahrer des Rettungswagens die Kreuzung bei roter Ampel überqueren. Ganz eindeutig, dass man diese Situationen vorbeugen sollte. Dazu können Werbekampagnen für eine sichere Fahrt nützlich sein, die sich auf das Thema konzentrieren. Viele Autofahrer wissen einfach nicht, wie sie sich verhalten sollen, wenn ein Rettungswagen hernafährt, oder sie handeln zu langsam und umständlich. Aber – wie die Beispiele zeigen – Fahrer von Dienstautos sind auch nicht harmlos: Sie sollen auch vorsichtiger fahren, auch wenn sie einen Verletzten transportieren, da bei einem Unfall können nicht nur Transportierte, sondern auch Außenseiter verletzt werden.

 

Gutachter soll den tödlichen Fahrradunfall ermitteln

Radfahrer sind im Verkehr immer in Gefahr. Ende Juni starben zwei alte Radfahrer, sie wurden von einer 64-jährigen Autofahrerin überfahren. Statistiken zeigen, dass Radfahrer sich eher als Opfer verletzen. Gutachter ermittelt den tödlichen Unfall.

 

Radfahren ist weiterhin ein beliebtestes Hobby, obwohl es auch nicht ungefährlich ist. Eine Studie von Reuters vor zwei Jahren betonte die Verantwortlichkeit der Autofahrer, aber auch Radfahrer sind nicht ganz unschuldig: 42 Prozent aller schweren Unfälle wurden vom Radfahrer verursacht. Falsche Straßenbenutzung, falschen Abbiegen und Vorfahrtmissachtung waren die häufigsten Gründe, aber natürlich auch Alkohol und Drogen spielten bei Fahrradunfällen eine wichtige Rolle. In 2009 wurden insgesamt 82.520 Radfahrer verletzt – Laut Statistiken ist 1,3% dieser Unfälle tödlich.

 

23 Getötete im Kölner Raum
Die Polizei Köln veröffentlichte eine Statistik, die über die Fahrradunfälle der letzten 12 Jahre berichtet. Obwohl die Zahl der tödlichen Unfälle seit dem Jahr 2000 sich halbierte, muss die Polizei ständig und unverändert mit rund 11.000-12.000 Unfälle pro Jahr rechnen. Die Kölner Polizei untermauert die Reuters-Aussage: Radfahrer verursachen um etwa 10 Prozent weniger Unfälle, sie werden eher unverschuldet überfahren bzw. verletzt.

 

Gutachter ermittelt den Todesunfall an der Mosel
Zwei holländische Radfahrer wurden im Rheinland-Pfalz getötet. Die Gruppe aus den Niederlanden machte eine Tour, als sie in der Nähe von Cochem von einer 64-jährigen alten Pkw-Fahrerin überfahren wurde. Die Staatsanwaltschaft will die Unfallfrage bzw. den Unfallschuld klären, deshalb hatte sie einen Gutachter beauftragt, der nach Antworten forscht.
Die Gruppe bestand aus alten Touristen: Zwei Männer, ein 66-jähriger und ein 77-jähriger Mann wurden getötet, die anderen blieben zum Glück unverletzt. Auch die Ehefrauen der beiden Unverletzten waren in der Gruppe, sie verletzten sich körperlich auch nicht.
Laut der ersten Berichte verkehrten die Radfahrer regelrecht. Die Polizei denkt, dass der Autofahrerin plötzlich übel geworden sei, deshalb raste sie in die Radfahrergruppe. Dieses Unglück untermauert die statistischen Aussagen: wiedermal ein Unfall, die nicht von Radfahrern verursacht wurde. Allerdings muss man noch das Gutachten abwarten.

 

Quelle: http://www.velo2010.de/

 

Mehrere Verletzte durch Hagel und Sturm

Der letzte Tag des vergangenen Monats endete mit schwerem Personen- bzw. Sachschaden in Süddeutschland. Eine Autofahrerin aus Bayern kam ums Leben, mehrere Autos wurden zerstört und ein Rockfestival musste abgebrochen werden. Hagel und Sturm verursachen Millionenschaden – jedes Jahr.

 

Das Unwetter kümmert sich nicht um uns. Heftige Stürme und Hagelschauern verursachten Millionenschäden in Süddeutschland, mehrere Menschen sind verletzt worden. Das Festival „Rock am Härtsfeldsee“ (neben Stuttgart) musste abgebrochen werden, der Sturm zerwarf die Zelte, deshalb musste das Festival vorzeitig beendet werden. Die Besucher des „With Full Force“ Metal Festivals (in der Nähe von Leipzig) waren auch nicht glücklich: Neun Menschen wurden schwer verletzt, 51 Weitere mussten ins Krankenhaus transportiert werden. Gegenüber dem „Härtsfeldsee Festival“ konnte man nach den Räumungsarbeiten die Veranstaltung am nächsten Tag fortsetzen.

 

Verkehrsunfälle in Süddeutschland
Die Stuttgarter Polizei konnte keine Pause halten: Es gab mehrere Verkehrsunfälle im Kreis, sieben Menschen wurden leicht verletzt. Eine Autofahrerin aus Augsburg war nicht so glücklich und sie kam ums Leben, nachdem ein Baum auf ihr Auto fiel. Der Schlag war so heftig, dass das Leben der Frau nicht mehr gerettet werden konnte. Ironisch: In Ulm-Donautal bedeutete das Fahrzeug das Leben für einen Mann, der vor dem Gewitter in seinen Pkw flüchtete. Auch hier wurde das Auto durch einen Baum zerstört, aber der Mann verletzte sich nicht.

 

Verkehrsbehinderungen durch Bäume und Äste
Bei Unwetter bedeuten vor allem Bäume und Äste die größten Probleme. Hunderte von Fahrzeugen wurden mehr oder weniger beschädigt, Gutachter rechnen mit Millionenschaden. Die Unfälle und das Unwetter behinderten nicht nur den Straßenverkehr, sondern auch einige Bahnlinien mussten abgesperrt werden. Die Oberleitungen und die Gleise wurden wiederum durch Bäume und Äste beschädigt, deshalb musste man die Strecken vor der Neueröffnung entsorgen.
Hagel und Unwetter verursachen Millionenschaden jedes Jahr. Neben dem Verkehr und den Alltagsmenschen werden auch die Bauern geschädigt. Laut Sachverständigen verursachen Hagelschauern mehr als 40 Millionen Euro Schäden, alleine im Weinbau.